Samstag, 20. Dezember 2014

REVIEW: INFINITY - BACK TO THE SOURCE (SUMMON THE BLACK FLAME) (Black Metal)




Die Südholländer von Infinity stehen seit dem Jahre 1998, in dem das erste Demo „Corvus Corax“ auf den Markt gebracht wurde, für schnellen und schnörkellosen Black Metal der alten Spielart. Im Jahre 2012, in dem auch das letzte Studioalbum veröffentlicht wurde, kam auch die Compilation „Back to the Source (Summon the Black Flame)“ heraus, auf welcher sich drei Lieder des 2004 erschienenen Albums „Birth of Death“, zwei von „Nostalgia for the Dark Age“ und drei Coverversionen einschlägig bekannter Genregrößen befinden.


Infinitys Stil ist direkt und klassisch gehalten. Das Drumming ist durchgehend schnell und innerhalb der jeweiligen Songs gibt es relativ wenig Variation, was die einzelnen Melodien angeht, diese sind dafür aber durchgehend sehr ausgereift und eingängig. Wie bei dieser Form von Black Metal üblich, liegt das Hauptaugenmerk auf dem schnell gespielten und eher am klassischen Metal orientierten Riffs und den für Black Metal typischen Tempiwandeln. Die „Birth of Death“ Tracks sind allesamt durchzogen von schnellen Passagen, welche regelmäßig von Midtempo Abschnitten unterbrochen werden. Exemplarisch sei hier der namensgebende Track des Albums „Birth of Death“ dessen schleppend-melancholisches Grundthema, dessen Geschwindigkeit subtil variiert wird, sodass sich auch die Stimmung bedeutend verändert – insbesondere durch die akustischen In- und Outros. 



Auch was Gesang, Gestaltung und Songtexte angeht, bewegen sich Infinity ganz klar linientreu in Black Metal Gefilden. Dass, vor allem in einer Szene, in der eine unüberschaubare Vielfalt an alternativen Spielarten an der Tagesordnung ist, das „Altbackene“ nicht unbedingt schlecht ist, zeigen vor allem die beiden Tracks „Autumn Storm“ und „The Ancient Shadow“, welche dem „Nostalgia for the Dark Age“ Album entnommen wurde. Hier ist der Klang rundum satter und derber, was den wenig atmosphärischen, aber aggressiven, marschierenden Stil der Holländer sehr gut unterstreicht. Hier ist vor allem der sehr rockige Titel „Autumn Storm“ positiv zu erwähnen. Die abschließenden drei Cover (Darkthrone, Bathory, Immortal) sind allesamt etwas stumpfer ausgefallen und sind, obgleich sie kein Totalausfall sind, definitiv der am wenigsten interessante Teil der Compilation.

Fazit: Gelungener Black Metal mit einigen sehr guten Riffs und Melodien, welcher zwar wenig Neues auf den Tisch bringt, aber durchaus zu gefallen weiß. Infinitys „Back to the Source (Summon the Black Flame)“ ist vor allem für Fans des „normalen“ Black Metal einen Blick wert, auch wenn man in dieser Form sicherlich schon beeindruckenderes gehört hat!

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen